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Freitag, 23. März 2012

Praktikum bei einer Webermeisterin

In den letzten Tagen hatte ich die Gelegenheit ein kleines Praktikum bei einer Webermeisterin zu machen.
Das fand ich extrem spannend, so das ich einen weiten Weg, gerne in Kauf genommen hab.
Mitten in Niedersachsen in einem kleinen Dorf, hat Antigone ihre Werkstatt.

Antigone beim weben an Tante Edith, einem über 100 Jahre alten Webstuhl.


Es war toll, mal an einem professionellen Webstuhl weben zu dürfen, mein eigener ist ja eher klein und für den Hausgebrauch. Toll auch mal div. Spulen unter Anleitung spulen zu dürfen, und das elektrisch.  Viele kleine Kniffe hab ich gezeigt bekommen, die das weben erleichtern.

Auch neu für mich, die Kreativität, von Antigone. Sie ist auch ausgebildete Designerin, und hat als solche, ganz andere Ansätze, als die Weberinnen und Weber die ich sonst so kenne, die alle in der historischen Weberei ansässig sind.
Vieles wird mir sicherlich in Zukunft bei meinen Webereien noch durch den Kopf gehen.

Auch anders als ich es kenne, die Regale mit kunterbunten tollen Garnen. Die Gläser voller Perlen, in wunderschönen Farben und Materialien.
Bei mir sind es ja eher einige Konen mit naturfarbener Wolle und Stränge mit pflanzengefärbten Garnen, und statt Perlen, meine Knochensammlung und die Geweihe. *lach* Gegensätze halt, aber alles hat seinen Reiz.
Die Auswahl an schönen Büchern, von denen ich aus Zeitgründen nur einige wenige schauen konnte. Auch hier einmal eine ganz andere Auswahl, als ich es sonst so kenne. Hier geht es mehr um Design, denn um Grabfunde und Belege .


In Hintergrund, eins der gutgefüllten Garnregale,vorn links Antigone beim einrichten des Schärbaums.
Besonders nachhaltig beeindruckt hat mich das schären einer 60m langen und 1300 Fäden starken Kette.
Die Kette wurde in 2 Zöpfen aufgeteilt geschoren, und ich bin stolz den zweiten Zopf, gemacht haben zu dürfen. Hier unten sieht man ihn auf dem Schärbaum. Der erste Zopf liegt auf der Kiste, links unten, zwischen dem Schärbaum und dem Torso. So unscheinbar können zwei Tage Arbeit aussehen.
Das Schlimmste am weben ist die viele Vorarbeit, das eigentliche weben ist die Belohnung für die Mühen davor.


Erwähnenswert sind die ausgefallenen Boas, die ein Steckenpferd von Antigone sind. Boas aus Verpackungmaterialien wie Teepackungen, oder Mohrenkopfblisterpackungen, Armbänder in Boatechnik gewebt... Leider hab ich keine Bilder gemacht, aber man sieht sie in WildeWebes Shop.
Die Liste der Eindrücke könnte noch lang werden, aber ich mache hier mal Schluß.


Es war ein Blick über den eigenen Tellerrand. Liebe WildeWebe hab Dank dafür.
Das Praktikum hat neue Begehrlichkeiten ans eigene Werkzeug geweckt. *seufz*
Da merkt man den Unterschied zwischen Wohnzimmerwerkelecke und Handweberwerkstatt.

Unbedingt Antigones Arbeiten mal anschauen :

Freitag, 9. März 2012

Recyclingtaschen

 Recycling lebt vom mitmachen.

Alte Hosen sind oft zu schade zum wegwerfen.
Besonders wenn sie schöne Taschen haben.
Hier mal zwei Vorschläge für die Zweitervertung:


Schwarze Jeans mit Brettchenborte




Bein einer Cargohose

Mit einer schönen Borte wird die Tasche zum Hingucker. Wer mit der Nähmaschine nicht so gern umgeht - ich hätte noch einige Taschenrohlinge abzugben, ohne Borte.