Translate

Mittwoch, 25. April 2012

Ketten für den Gewichtswebstuhl zum hl. Rockfest

Da jeden zweiten Tag etwa eine Kette von etwa 4,50m ab gewebt ist, prall gefüllt mit den mitgebrachten Fäden der vielen Pilger, werden ständig neue vorbereitete Ketten benötigt.
Solch eine Kette ist eine gewebte Borte,deren Schußfäden in diesem Fall an einer Seite 4,50m heraushängen um später einmal selbst zur Kette zu werden. Vermutlich ist diese Art zu weben eine der ältesten, denn die Prunkmäntel der Bronzezeit haben schon solche Kanten.
Gerade eben hab ich meine vierte Kette vollendet, und somit meinen Beitrag zu den vielen benötigten Ketten geleistet.
Was hier so komisch und unscheinbar aussieht, sind zwei Gewebekanten mit der eingewebten Kette, einmal mehrfarbig von hell nach dunkel und einmal weiß. Die werden später noch auseinander geschnitten.

In Trier wird dann die Kette an eine gelochte Leisten angenäht, und die Leiste wiederum oben an den Webstuhl angebunden. Die Kettfäden werden in Bündeln mit Gewichten beschwert, und mit Litzen zu Fach 1 und 2 sortiert. Na- ja das ist jetzt grob erklärt, aber im Detail führt das jetzt an dieser Stelle, etwas zu weit.


Mit eingewoben, ist ein Lesebändchen aus dem Gesangsbuch meiner verstorbenen Oma. Sie ist in ihrem Leben nicht weit herum gekommen, im letzten Lebensabschnitt war sie nach einem Schlaganfall halbseitig gelähmt. Ich denke sie würde sich sehr freuen, wenn sie wüsste, das ein kleiner Teil ihres Buches nun durch viele Kirchen wandert.

In den nächsten Tagen werde ich die Ketten dann mit nach Trier nehmen, ich freue mich drauf.



Edit : das die Tücher als Altartücher durch die Gemeinden wandern war wohl eine Falschinformation.
Was damit passiert weiß ich leider nicht.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Gänzlich anonyme Kommentare werden nicht frei geschaltet, ich bitte um Verständinis.