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Dienstag, 26. Juni 2012

Ausflug nach Bibracte/ Frankreich

Montag 25 Juni 2012

Nun sitze ich hier, müde aber glücklich vorm PC.
Gestern Abend spät sind meine Tochter und ich, von einem wunderschönen Ausflug zurückgekommen.
Wir waren in Bibracte in Frankreich. http://www.bibracte.fr/index.php?langue=fr

Aber von vorn.
Von Freunden wurde ich gefragt ob wir als wandelnder Kleiderständer :o) bei einer historischen Modenschau mitwirken möchten. Da ich es liebe, in die Kleidung vergangener Zeiten zu springen, hab ich freudig zugesagt.
Initiiert wurde die Veranstaltung vom Archäologiepark Belginum.
 http://www.belginum.de/index.php?id=startseite
So ging es dann Freitag Mittag per "Sammeltaxi" Richtung Trier, wo uns ein bequemer Reisebus erwartete.
Gemeinsam ging die Fahrt weiter, nach Bibracte, das zwichen Dijon und Lyon liegt, westlich der ursprünglich römischen Stadt Autun, in Burgund. Die keltische Stadt Bibracte liegt im Morvan-Gebiet.
Das Museum liegt am Fuße des Mont Beuvray, wo die Straße zum antiken Bibracte ihren Anfang nimmt.
Irgendwo dort soll der Film Chocolat gedreht worden sein. Das kann ich mir sehr gut vorstellen, denn die Gegend und seine kleinen Ortschaften sind malerisch schön. Sehr grün, sehr romantisch, sehr urwüchsig.
Am Ziel angekommen wurden wir herzlich empfangen und bewirtet.

Morgens hatten wir Gelegenheit die Ausgrabungen und das Museum unter fachkundiger Führung, zu besichtigen. Ich finde, Bibracte ist ein magischer Ort. Bizarre alte Bäume, scheinen über die Landschaft zu wachen.

überdachte Ausgrabungsstätte

Überrest eines alten Nutzholzwaldes, wärend die Wurzel stehen bleibt wurden immer wieder Äste zum verfeuern herausgebrochen.

Diese zwei Bäume sind am Stamm aber auch oben in der Krone ineinander verwachsen.
Danach ging es ins Museum, wo wir uns umzogen, und für eine historische Modenschau fertig machten.
Die Modenschau hatte einen keltischen Schwerpunkt.
Meine Tochter und ich fanden das sehr aufregend, denn es war für uns das erste Mal. Es hat großen Spaß gemacht, und es war eine Freude die schön gearbeiteten Kleider mit dem passenden Schmuck zu tragen, die uns zur Verfügung gestellt wurden. Die Kleidung ist zum großen Teil handgewebt, und alles ist von Hand genäht. Wobei diese Arbeit nur die Spitze des Eisberges ist, denn es eine große Aufgabe so eine Ausstattung, zu recherchieren und zusammen zu stellen.
Mein Outfit das eine einfache Frau aus dem 3ten Jahrhundert v.Ch. darstellt, fand ich richtig verwegen.
Ich trug eine Bluse aus Leinen, einen Rock aus dunkler Wolle, Bundschuhe, einen brettchengewebten Gürtel,ein gesprangtes Haarnetz, sowie eine Halskette aus Hechtwirbel und Knochenplättchen, mit Ohrhängern aus Bronzedraht und Kaurimuscheln.

Nach der Modenschau durften wir noch ein wenig unsere Handarbeiten vorführen. Leider reichte meine Vorbereitungszeit nicht, um etwas anderes als hochmittelalterliche Beinarbieten zu zeigen. Noch mehr bedauert habe ich es, kein Französich zu können.

Wir hatten Gelegenheit und Zeit das schöne Museum anschauen zu können, und - es bleibt nicht aus - die Liste der Begehrlichkeiten hat sich wieder einmal verlängert.
Diese Knochenperle in Würfelform, hat es mir besonders angetan, die möchte ich unbedingt einmal nacharbeiten.

Die Leute vom Museum waren alle so herzlich und freundlich, ebenso die vorführenden Kunsthandwerker/innen. Die Truppe war nett und lustig, alles war enspannt und ganz ohne Reibereien,
so das ich immer noch ein warmes Glücksgefühl im Bauch habe.
Ich werde noch lange, an die schöne Zeit zurück denken.
hier gucke ich ein wenig unsicher,weil ich auf Regieanweisung der Moderation warte, der fanzösischen Beschreibung konnte ich ja nur anhand weniger einzelner Worte folgen. Es hätte ja sein können das ein "Baby wirf das Pelzcape ab" kommt.  ;o)


Kommentare:

  1. Oh ja, büdde ein Foto in Tracht :-)
    Klingt ja wirklich nach einem spannenden Tag.
    Lg Tanja

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  2. Das liest sich toll!
    Ich kann mir vorstellen, dass ihr eine wunderprächtige Zeit dort hattet!
    Freue mich auf mehr Fotos!
    Liebe Grüße
    Christiane

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