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Dienstag, 25. September 2012

Ein Wochenende in Oerlinghausen

Unter dem Motto "die Wikinger kommen!" lud das Freilichtmuseum Oerlinghausen Groß und Klein ein, einmal einen Eindruck zu bekommen, wie die Menschen zu früheren Zeiten gelebt haben könnten.
Es war meiner Familie und mir, eine große Freude, daran teilgenommen zu haben,wir hatten eine schöne Zeit dort.
Das besondere Highlight für uns, war im Bronzehaus übernachten zu dürfen.
Bisher haben wir unser Fähnchen in der langen Zeitstraße beim Jahr 1250 gepickt,aber man schaut ja gerne über den Tellerrand.
Ich war überrascht, wie komfortabel es sich in einem solchen Haus leben läßt. Hätte ich doch gedacht, das der Rauch des Feuers intensiver und schwerer zu ertragen ist. Das es zugig und eng ist. Den Eindruck hatte ich jedoch nicht.
Nun geben zwei Abende unter Freunden, schwer ein Bild der Realität,aber spannend fand ich es dennoch.
Es war gemütlich.






der Ausblick von meinem Schlafplatz aus auf die Feuerstelle

Die Veranstaltung war gut besucht und der Kontakt mit den Besuchern hat meist Spaß gemacht.
Es ist schön, einfache Dinge wie einen Würfel und das drumherum zu erklären. Einen Würfel hat Jeder schon einmal benutzt, - wie alt seine Geschichte ist, und das Menschen schon immer gespielt haben, erstaunt immer wieder.
Hier erzähle ich gerade einem kleinen Jungen, das der Würfel der er in seiner Hand hält aus dem Knochen eines Rindes gemacht ist.
Die Reaktion der Kinder ist immer wieder schön. Einige Kinder legen dann den Würfel ganz schnell wieder hin. Andere fühlen dann erst recht, wie gut sich polierter Knochen anfühlt,und ein Mädchen meinte:"wie frisch geputzte Zähne".

Der schlechten Lichtverhältnisse wegen, habe ich im Haus größere Holzwürfel bearbeitet. Auf dem Foto wirkt  der Arbeitsplatz durch den Blitz sehr gut beleuchtet. Tatsächlich konnte ich aber kaum sehen was ich da tue.
Nicht ins Bild gehört eigentlich, das Marmeladeglas in dem mein Binsenlicht wegen des Luftzugs steht. Am Binsenlicht erhitze ich den gerußten Wachs, mit dem die Augen der Würfel geschwärzt werden. Und die Handschuhe. Die sind nötig, weil ich immer wieder mal mit dem spitzen Bohrkopf Richtung Finger abrutsche, wenn ich abgelenkt bin.

Oerlinghausens Freilichtmuseum gefällt mir ausgesprochen gut. Die Anlage liegt am Waldhang, das macht das Gelände ein wenig unübersichtlich, so das man nicht alles gleich auf dem ersten Blick sehen kann. Ich finde es besonders schön, das man ums Haus der Altsteinzeit, sogar die Vegetation nachgebildet hat. Bei den späteren Häusern spürt man fast einen Dorfatmosphäre, die durch die Einfriedungen der jeweiligen Zeit entsteht.
Wer einmal in der Nähe ist,sollte unbedingt 1-2 Stunden Zeit frei machen und es sich anschauen. Auch ohne Spektakel ist das Museum einen Besuch wert.
Das Museum bietet einiges in Sachen Museumspädagogik, es finden immer wieder mal Workshops wie Schmieden für Anfänger oder Ähnliches dort statt. Infos was und wann findet man hier auf deren Homepage:
http://www.afm-oerlinghausen.de/index.php?lang=de

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