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Montag, 29. Oktober 2012

Beinwickel in Naturfarben

Und die nächsten Beinwickel sind auf dem Webstuhl.
Diesmal sind es Wickel in natürlichen Farben (chemisch gefärbt) in Fischgrätbindung, aber etwas dünner in der Qualität. Sie lassen sich sicherlich im Sommer gut tragen, sie dürften auch anschmiegsamer sein.
Es wurde mehrmals danach gefragt, deshalb mache ich mal welche auf Vorrat.



Die Wickel in Diamantköper sind auch fertig und ziemlich schön geworden.
Das Kettgarn ist handgesponnen, und das Schußgarn aus Ökogarn von glücklichen Finkhofschäfchen.



http://de.dawanda.com/product/37453225-Beinwickel-Brauntoene
 

Und endlich kann ich auch die Ersten aus dem Reigen zeigen :
auch besondere Stücke, denn die Auftraggeberin hat das Garn selbst gesponnen, es ist wunderbar weich,dabei sehr reißfest und gleichmässig. So etwas müsste man von der Stange kaufen können.
Das Garn ist in verschiedene Spinnrichtungen gesponnen.
Viele historische Textilien, nicht nur aus dem Mittelalter, wurden mit Garnen die mal rechts, mal links herum gesponnen waren, gewoben.
Entgegen den modernen Textilien, bei denen das Garn immer nur in einer Richtung gedreht ist. (soweit mir bekannt ist )
Die unterschiedliche Drehung wurde mit voller Absicht eingesetzt, zum einen um ein Gewebe mit hoher Dichte herstellen zu können, zum anderen aber auch um Muster weben zu können.
Ein Thema in das ich, bei zukünftigen Projekten weiter vertiefen möchte.

Wenn man ganz genau hinschaut, erkennt man das die Fasern alle in eine Richtung zeigen. Dieser Effekt ensteht, wenn zB. die Kette rechts und das Schußgarn links herum gedreht ist. Es geht auch anders herum.
Beim einnähen der Kettfäden, bzw bei dem Versuch, habe ich festgestellt, dass die Fäden so gar nicht ins Gewebe wollten, so das ich nach einigen Fäden aufgegeben habe.

Fertig sehen die Wickel so aus (rechts, links kennen wir ja schon )  :
Das zarte gelb wurde von Aennlin, mit Rainfarn gefärbt. Die dunklen Fäden markieren  Gewebeproben, die noch von den Wickeln abgeschnitten wurden.

http://www.aennlin-cistarius.de/index.php?cat=Germanen%201.%20Jh.&page=Beinwickel


Irgendwie habe ich zu wenige Bilder gemacht.
Aber es sind mir noch Bilder versprochen, die ich hier im Beitrag nachreichen werde.

Mittwoch, 24. Oktober 2012

der Spaten - weiter gehts

oder wem der Schuh passt...


Montag als ich mich wieder etwas besser bewegen konnte, (das arbeiten Samstag hattte mir Muskelkater beschert) habe ich den Stiel etwas gerader gemacht, da waren durch die Astansätze Knubbel. Auch hatte ich vergebens versucht das Blatt auszudünnen.
Da musste ich mir erst einmal Rat und Tat bei Forenfreunden suchen.
Man man hat mir geholfen - herzlichen Dank dafür !!


Heute hätte ich eigentlich dringenderes zu tun gehabt, als mit Holz zu spielen, aber es war noch mal so ein schöner goldener Oktobertag, das ich einfach raus MUSSTE.
Mein Mann hat mir per Bohrmaschine in ein Holz ein großes Loch durchgebohrt,so das dieses Holz später als TStück auf den Stiel paßt. Dieses Stück habe ich dann per Ziehklinge rund gemacht und auf den Stiel gemacht. Es hält !
Nun habe ich angefangen das Blatt für den Schuh auszuarbeiten. Dies mache ich per Ziehklinge und Ziehbank, stellenweise aber auch ganz simpel mit dem Schnitzmesser. Rechts und links bin ich mit der Axt rangegangen.  Zuvor habe ich die Stellen wo am Blatt zu viel war, etwas eingesägt.


Die Sonne ist weg, und meine Lieben haben sicherlich Hunger. Zeit mit spielen aufzuhören.  :o)


Samstag, 20. Oktober 2012

mittelalterlicher Spaten

Vor zwei Jahren brachte der Weihnachtsmann mit dem großen Auto, überraschend ein Päckchen.
Im Päckchen war ein Spatenschuh. Ein ganz heißer Wunsch wurde damit erfüllt.
Irgendwann gesellte sich aus dem gleichen Haus, ein großes Brett dazu.
Nachdem ich das Projekt Holzspaten, nun lange vor mir her geschoben habe, habe ich heute endlich damit begonnen.
Da man im Mittelalter Schuhe mit einfacher Ledersohle trug, musste die Kante oben am Spaten relativ breit sein. Jeder der schon mal versucht hat in ausgeleierten Gummistiefeln oder ähnlichem, zu graben,weiß was ich meine. Schuhe und Grabwerkzeug müssen harmonieren.
Ob das nun der Grund war,warum die Spaten im Hochmittelalter aus Holz waren und einen Eisenschuh hatten ? Ehrlich gesagt,ich weiß es nicht.
Da ich aber leidenschaftliche Hobbygärtnerin bin, möchte ich unbedingt einmal mit solch einem Gerät arbeiten.
So sah es heute morgen um 10 Uhr noch aus.

So nach viel,viel Sägerei, gegen Mittag.
Und so nach 8 Stunden, Arbeit. Alles ohne Elektrowerkzeug, sondern mit den Werkzeugen die im Bild zu sehen sind. Die Gießkanne durfte nicht mitmachen,wollte aber einfach nicht aus dem Bild gehen.

Das Spatenblatt muß noch verjüngt also flacher gemacht werden, so das der Spaten in die Erde gleitet,da wo der Eisenschuh drauf muß,muß sowieso noch Material weg.
Ein TStück fehlt noch oben am Griff, und glatter darf der Stiel auch noch werden.
Für heute ist aber erst mal Feierabend.




Nachtrag: das Holz stammt von einer Linde und ist gut 70 Jahre abgelagert.

Mittwoch, 17. Oktober 2012

die nächsten bitte ...

weil ich einmal so gut drin bin, - Gartenwetter ist auch keins -  habe ich schon die nächsten Wickel auf dem Webstuhl. Nicht zuletzt weil ich einen freundlichen Sohn habe der Ferien hat,und der mir beim aufbäumen zur Hand geht.
Diesmal sind es Naturfarbene, das Kettgarn ist handgesponnen und braun, der Schuss wollweiß, die Bindung im beliebten Diamantköper. Diese sind noch zu haben, ich webe sie auf Vorrat, sie werden etwa 4m lang werden, je nach dem auch etwas länger, das sehe ich erst, wenn die fertigen Stücke gewaschen sind.


Und so sehen die blau/weißen fertig gewoben,versäubert und vernäht aus :



Ich bin dann mal wieder am Webstuhl ...

Montag, 15. Oktober 2012

Wieder mal Beinwickel

Einmal im Jahr sind Beinwickel dran. Jetzt ist es wieder so weit.
Ein Paar ist schon fertig,aber da es ein Geschenk ist, wirds noch nicht gezeigt.
Ein Schultertuch ist den Wickeln vorweggangen, es ist schon auf der Reise zur neuen Besitzerin.


Vom nächsten Paar habe ich bereits 30cm angewoben und sie gefallen mir besonders gut.

Die Kette ist naturweiß,der Schuß mit Indigo gefärbt, so ists der Kundenwunsch.
Im Anschluss werde ich noch einige Meter naturfarbene Beinwickel weben, die ebenfalls bestellt sind.

Wer jetzt noch Beinwickel haben möchte, jetzt wäre eine gute Gelegenheit. Neben Diamantköper, wäre auch Fischgrät möglich, sogar bis Weihnachten.  ;o)

Sonntag, 7. Oktober 2012

großer Knochenwürfel

Im Fundgut der vergangenen Epochen, sind zu sämtlichen Zeiten, Knochenwürfel erhalten.
Meist sind es kleine, die so etwa 1cm Kantmaß haben.
Aber es gibt auch große Würfel. Diese sind allerdings von Natur aus, nicht aus einem Stück, denn große Knochen sind nie massiv,sondern haben immer ein Hohlraum. Diesen gilt es aufzufüllen.
An den Originalen sind mal, sehr sorgfältig verschlossen, indem man paßgenau Knochenstücke eingesetzt hat, aber auch Exemplare die nur grob und plump aufgefüllt sind,scheinbar mit Abfallstücken aufgefüllt, und mit sichtbaren Ritzen.
Ein erster Versuch solch einen Würfel herzustellen ist dieser hier:

Zuerst habe ich eine Knochenstange mit Gefühl in einem Stück Röhrenknochen getrieben. Leider nicht mit genug Gefühl,denn der Knochen ist dabei gerissen.
Danach habe das Stück würfelförmig zu gesägt,plan geschliffen und mit Kreisaugen versehen.
Er ist nicht schön geworden,aber dutzende Kinder haben ihn in Oerlinghausen probebespielt. Trotz des Risses ist er stabil und fällt zuverlässig auf alle Seiten.
Sein Kantmaß ist etwa 2,5cm.



Der Nächste wird sicherlich besser.