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Dienstag, 11. Juni 2013

Kleinkram und wieder mal mein Kästchen

Einige Tage war ich krank, so das ich gar nichts machen konnte.
Um in der Berappelungsphase möglichst wenig Anstrengendes zu tun und zur Ablenkung, habe ich einige kleine Specksteinwürfel gemacht. Einfach weil das Material sich so gut bearbeiten lässt. Auch wenn ich selbst noch keinen Specksteinwürfeln im Fundgut begegnet bin.
Gefunden habe ich, Marmor, Glas, Ton und Metall Würfel, allesamt bei den Römern, bei den Materialien stoße ich an meine handwerklichen Grenzen.
Um mein Schaukästchen ( http://zeitensprung.blogspot.de/2012/09/wurfelsammlung_16.html ) zu füllen, gehe ich diesen Kompromiss ein. Vielleicht kann ich sie ja irgendwann einmal gegen Besseres ersetzen.

Im Hintergrund jeweils der Rest des Rohsteins

Den 18seitigen Würfel habe ich mir so grade noch zugetraut.
Gerne hätte ich den 20seitigen Würfel aus Glas. Er sieht genau so aus, wie die modernen W 20 für Rollenspieler.

Eine andere Dauerbaustelle ist mein Kästchenprojekt.
Endlich habe ich das eigentliche Kästchen mit Knochenplättchen beklebt. Wie immer, alles von Hand, ohne Einsatz von Maschinen.
Das heißt ich habe Knochenplättchen, gekauft. Diese sind mit Sicherheit, von mir unbekannten Händen mit großem Gerät zugesägt und geschliffen.
Die Plättchen wurden dann von mir, auf die passende Größe umgearbeitet, auf das Kästchen geklebt und danach wurde das Kästchen mit seinen unterschiedlich dicken gestückelten Knochenstückchen so lange zurecht gefeilt, bis alles eine glatte Fläche war.
Das dauert, war mühselig und ich habe wieder mal ein Pflaster am Finger.
Die nächste Seite soll die Frontseite werden.
Die Seitenaufteilenden Elemente sind von Hand übertragen. Anders als beim Deckel wo ich gleich das komplette Motiv mit allen Details übertragen habe, habe ich nun beschlossen, das Motiv nach und nach, auf zu zeichnen und zu schnitzen. Es erscheint mir praktischer.


Mit im Bild, die Tasse des Landesmuseums Niedersachsen. Beim arbeiten am Kästchen denke ich dankbar an das nette Gespräch zurück, das ich im Vorjahr in Wolfenbüttel hatte. Für mich vollkommen neue Einblicke, in die Beinarbeiten des Hochmittelalters, durfte ich dort bekommen. Dies kommt mir bei der jetzigen Arbeit, sehr zu Gute.


Den Deckel kann man hier sehen :
http://zeitensprung.blogspot.de/2012/08/londoner-minnekastchen.html

Nett finde auch die Geschichte, die in meinem Buch steht : das Kästchen wurde um 1914 rum in Paris in einem Antiquariat von den Forrers entdeckt und gekauft, und soll aus einer Haushaltauslösung stammen.
1946 wurde es vom British Museum angekauft.
Wo mag das Kästchen in all den Jahren seit der Entstehung gewesen sein ?
Wie viele Generationen von Frauen, mögen ihren Schmuck dort drin, aufbewahrt haben ?
Wer ließ es anfertigen und für wen ?
Wäre es schön, wenn die Dinge erzählen könnten !


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