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Sonntag, 4. August 2013

London Kästchen : Deckelseiten und Front

Lange habe ich mich davor gedrückt die Deckelseiten zu beschnitzen.
Einspannen wollte ich den Deckel nicht, und wie ran kommen, war mir nicht so ganz klar.
Nun habe ich es freihändig gemacht. So wie beim Original vermutlich auch gearbeitet wurde.
Dabei ist mir klar geworden : der Hersteller des Originals war bestimmt wie ich, Rechtshänder, weil das Muster so am einfachsten von der Hand geht.
Und es war ein junger Mensch !
Trotz bifokaler Arbeitsbrille komme ich sehtechnisch an meine Grenzen. Mit Altersweitsichtigkeit geschlagen, schnitzt man so etwas ohne Sehhilfe nicht.
Vermutlich war auch das, bei der Kölner Beinschnitzerwerkstatt von großen Vorteil, wer ein Leben lang, die gleichen Zierelemente gearbeitet hat, konnte sie vermutlich ohne groß hin zu sehen herstellen. Klappt das nicht mehr, kann man immer noch die Plättchen glätten und den jungen Adleraugen zu arbeiten.

Die Schnitzereien des Londoner Kästchens, sind kraftvoll, gekonnt angesetzt und mit geübter Hand ausgeführt.
Obwohl die Gesichter der Frontseite weniger als einen 1cm groß sind, sind Augen, Wangen und Münder ausdrucksvoll ausgearbeitet.
Um dies nach zu ahmen, fehlt es mir als Gelegenheitswerkler, an Übung.
Dennoch möchte ich auch weiterhin dieses Kästchen, so gut ich kann, nach arbeiten.

Je länger ich mich mit dem Kästchen beschäftige, um so schöner finde ich das Original,und um so mehr bewundere ich die Kunst der damaligen Handwerker.

Dies ist der jetzige Stand meiner Arbeit:

1 Kommentar:

  1. Wirklich eine schöne Arbeit, die du dir da vorgenommen hast. Ich find es toll, dass du dich da ranwagst! Große Fortschritte hat die Arbeit gemacht - sehr schön!
    Ich find es auch immer wieder klasse, welche Erkenntnisse man gewinnt, wenn man sowas selbst nacharbeitet. Wie du sagtst, dann kann man die Handwerker der damaligen Zeit nochmal ganz anders schätzen.

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