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Freitag, 8. November 2013

Nähgarn

Immer wieder taucht die Frage auf, womit nähe ich meine Kleidung ?
(gemeint sind die Historisierten)
Deshalb einen Extra Post zu diesem Thema.

Habe ich zu dem was ich nähen will einen Fund ? Dann lohnt es unbedingt auf diesen zu schauen.
Manchmal ist Nahtmaterial vorhanden, manchmal sogar noch ganze Nahtstücke.
Ist dem so, "Hurra" dann unbedingt so nacharbeiten, denn die Generationen die noch komplett von Hand nähten, waren in der Regel nicht blöd, und waren sehr erfahren darin, haltbare Kleidung her zu stellen.

Habe ich keinen Fund, nähe ich Leinen mit Leinengarn und Wolle mit Wollgarn.

Da ich bisher nirgends Wollnähgarn in handlichen Größen gesehen habe, habe ich eine Kone extra feines Wollgarn in Stränge gewickelt und werde es nach und nach färben, so das ich bald ein Sortiment feines Wollnähgarn im Angebot habe.
Das Garn hat in etwa die Stärke von Sternchenzwirn, ist sehr glatt und reißfest, so das es sich bequem vernähen lässt.




 
Leider fehlt mir die Möglichkeit die Länge/Menge zu bestimmen. Aber jedes dieser Röllchen hat so viel Garn, das es reicht, ein hochmittelalterliches Kleid mit zwei Geren daraus zu nähen.
Das heraus dröseln von Fäden aus dem Gewebe um damit zu nähen, finde ich persönlich schwierig.
Selbst bei gekauftem Stoff ist es mir schade um das Gewebe, auch sind mir die Fäden oft nicht reißfest genug.

Bei meinen handgewebten Stoffen lege ich wann immer es möglich ist, einen Strang Kettabfall* dazu, so das man genügend Garn hat, um damit das Kleidungsstück zu vernähen.

*Kettabfall, das klingt nach Müll, ist aber nichts anderes, als das Stück vorn und hinten an der Kette, womit diese am Webstuhl befestigt ist. Das Garn ist nicht strapaziert und auch nicht angegriffen. Hin und wieder mache ich mit dem Überschuss eine Stickerin glücklich.

1 Kommentar:

  1. Ich denke auch, dass Du mit der Auswahl Deiner Nähgarne völlig richtig liegst. Nur dann wird die Naht auch "unsichtbar". Auch der Trumm vom Weben wurde früher mit Sicherheit noch verarbeitet mit dem Vorteil, dass die Nähfäden schon geschnitten waren. Die Generationen, die noch komplett mit der Hand nähten waren bestimmt auch viel fingerfertiger als wir das heute sind.
    LG Silke

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