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Montag, 19. Mai 2014

Doppelbreitgewebe

Ein Doppelbreitgewebe, liegt beim weben doppelt, man webt also ein gefaltetes Stück Stoff, bei man die untere Hälfte blind arbeitet.
Die besondere Herausforderung für mich ist es, keine Bügelfalte ein zu weben. Irgendwie will die Seite an der die Mitte des Gewebes liegt, immer zusammen schrumpfen, das Gewebe wird an dieser Stelle dichter. Das liegt daran, das das Gewebe nicht wie frisch gebügelt in einem harten Knick liegt, sondern in einen Bogen. Das zieht an den Kettfäden.
An dieser Seite muss man also besonders viel Schuss einlegen.
Das schreit nach Übung.
( Für die Weber unter Euch : die Beschaffung eines Breithalters ist in Planung.)



von oben

quasi die Mitte
die beiden Außenseiten



Drei Decken sind auf einer Kette entstanden, eine für meinen Mann, eine für die Tochter und eine für mich.

Gewaschen, getrocknet und eingeweiht:


Die rechte Decke ist eine der Neuen


Das war die allererste auf der Kette, man sieht ihr das lernen an, aber immerhin ist die Wolle sehr kuschelig und auch warm.




Auch hier immer noch eine gut erkennbare Gewebeverdichtung in der Mitte, was solls ich werde daran arbeiten.






Die Münze entspricht von der Größe in etwa einem 0,10€ Stück. Eine Aktuelle hatte ich gerade nicht zur Hand.



Kommentare:

  1. Sehr schön geworden! Die Gewebeverdichtung an der Bruchstelle können selbst Profis kaum vermeiden. Versuch mal folgendes: an der Bruchstelle Fäden doppelt einziehen und diese dann hinterher rausziehen. Es hilft auch, wenn man an der Bruchstelle einen Farbwechsel oder besser noch einen Materialwechsel einplant. Ich habe mal eine Karodecke gewebt, bei der wenige Kettfäden (immer zwei nebeneinander) aus Schlingenmohair bestanden. Diese zwei Fäden lagen im Bruch und man sieht den Übergang fast gar nicht. Oft hat man auch sowieso zwei etwas ungleiche Ränder. Bei mir wird z.B. der rechte Rand lockerer und der linke fester. Deswegen lege ich den Bruch immer an den rechten Rand.
    Viel Erfolg weiterhin, Du machst tolle Sachen!

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  2. Das geht doch noch, bei meinem erstes Doppelbreitgewebe war es minestens genauso stark zu sehen. Allerdings kann ich jetzt aus Erfahrung sagen, dass sich der Knick mit jedem Mal Waschmaschine mehr rauswäscht. Bei Hans Rechteckmantel ist er nicht mehr zu sehen.
    Marled

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  3. Pfhh dann hats da halt nen Knick... Ich finde das net schlimm, solange der in der Miitte ist. Und das ist er ja zwangsläufig.Meine Bettlaken haben alle ne Naht in der Mitte, weil aus historischem Leinen. Das sieht so besonders aus, ich find sowas schön :) LG, Morgan

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  4. Die Tipps von Katja sind gut. Was auch noch nützt : beim Bruch einen Fangfaden aus Nylon (Anglerschnur) einziehen, mit viel Gewicht. Dieser Nylonfaden wird dann wieder herausgezogen.

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  5. Hallo Ihr Lieben, danke für die kostbaren Tipps !
    Helgas werde ich sicherlich als Erstes testen. Das habe ich ab und angemacht, wenn bei einem Projekt die Randfäden ständig reißen. (ich sage nur isl. Einband...) Auf die Idee das aber hier, in der Mitte zu machen wäre ich nicht gekommen.
    Der Breithalter ist bestellt, und wenn das alles nichts nützt werde ich den nächsten Tipp versuchen.

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  6. Toll, ich finde es immer wieder Wahnsinn was für schöne Stoffe von deinem Webstuhl kommen, ich finde die Decke mit den Streifen super schön!

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