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Sonntag, 19. Oktober 2014

Der Glastag in Oerlinghausen

Zum Saisonabschluss steht auf meinem Zettel noch ein Termin, der einmal KEINE Living History und auch keine Verkaufs Veranstaltung ist.
Der Glastag im AFM Oerlinghausen.
Dort werden einige kundige Fachleute in Sachen Glas anwesend sein. Es gibt Vorträge, Handwerksvorfühungen und auch die ganz jungen Besucher sollen etwas zum staunen haben, wurde mir gesagt.
So etwas habe ich noch nie gemacht, und dementsprechend groß, ist die Aufregung.
Mein kleines Konzept steht, das Allermeiste ist fertig. Beim erstellen einer Projektmappe ist mir aufgefallen, das mich mein Spiegel Projekt nun schon seit 2009 beschäftigt, das hat mich selbst überrascht.
Meinen kleinen Wandspiegel, den ich extra hergestellt habe, um den Besuchern etwas in die Hand geben zu können, hatte ich neulich ja schon kurz vorgestellt:


Dieses Stück ist nach keinem direkten Fund gearbeitet,sondern die Form ist angelehnt an eine Zeichnung aus dem Spätmittelalter. Die Gestaltung der Randbemalung am Glasrand ist nach einer Zeichnung  von 1498 gemalt, die Farbwahl erfolgte nach freiem Entwurf.
Der Teller ist von Hand gedrechselt und stammt von Ulf Griwahn.

Die Farben sind Ei Tempera mit Erdpigmenten.
Hier war mir Agi von Sichel und Pflug eine große Hilfe. Sie hat mich beraten und ermutigt, denn eine neue Großbaustelle Farben, wollte ich definitiv nicht anfangen.
Vielen Dank auch an Oliver S. fürs Rücken stärken und ich die "ich bringe dir was vorbei" Angebote.
Lange habe ich mich vor dem Thema Farben gedrückt, aber nach ein paar Fingerübungen war ich sehr fasziniert was man mit Ei, Öl und gemahlener Erde so aufstellen kann.

Ich bin heilfroh, so nett in Sachen wie "geht das - was ist belegt" bedient worden zu sein.

Viel länger noch, habe ich mich vor dem Thema vernieten gedrückt.
Zu groß war meine Angst dabei meine Werke zu zerstören.
An einem mutigen Tag ist es dennoch endlich geglückt :

Zwei meiner Klappspiegel sind nun vernietet, nichts ist kaputt gegangen, nichts ist gesplittert.

Pünktlich zur Veranstaltung habe ich eine Lösung gefunden, meine Arbeiten zu präsentieren, ohne das etwas angefasst wird, oder einstaubt, denn die Staubentwicklung in Freilichtmuseen ist beachtlich.

Eitelkeit im 12. Jahrhundert


Was nun noch fehlt, sind die Materialien und die Werkzeuge die ich beim vorarbeiten benötige. Diese muss ich jedoch, nur zusammen suchen und noch einmal frisch schärfen, dann kann es los gehen.

Zum Schluss möchte ich mich noch bei Sylvia Fröhlich bedanken, ohne das von ihr eingefädelte Schlüsselerlebnis, hätte das Projekt niemals diese Dimension bekommen.
Danke auch an meinen Mann, der Alles so geduldig mit trägt und ohne den ich nicht da wäre, wo ich jetzt bin.

Nachtrag 21.10 2014 der Glastag findet krankheitsbedingt ohne mich statt.

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