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Donnerstag, 4. Juni 2015

Köln in 2 Tagen

Die Heimat durch das Auge des Touristen sehen - macht man viel zu selten.
Gut wenn man Besuch bekommt, und die schönen Seiten zeigen und dabei selbst genießen kann.

Tag 1


Begonnen haben wir unsere Tour, vom obersten Parkdeck bei Karstadt Nähe Neumarkt. Man hat von dort einen wunderbaren Blick über die Stadt, und das in alle Richtungen.
Von dort ging es zu St Pantaleon, wo wir den Sarkophag Theophanus besucht haben. Hier habe ich bewusst auf Bilder verzichtet, weil einige Gläubige dort Andacht hielten, da hätte der Blitz gestört.


Irgendwie ein Muss: der Dom, diesmal mit Schatzkammer. ( wo man leider nicht knipsen darf)
Egal wo man steht, vom Boden aus, bekommt man das Bauwerk nie ganz aufs Bild. 
Tipp für Touristen: eine Postkarte kaufen.


Gleich neben dem Dom, von der Domplatte aus,
geht es hinunter zum unterirdischen Parkhaus. Frei zugänglich und ohne Eintritt, kann man dort historisches Gemäuer besuchen, Überreste des Sogenannten Annostollen von 1074.

Wieder an der Oberfläche, von draußen ins Römisch Germanische Museum gleich neben dem Dom ins Fenster geguckt, von wo aus man das prächtige Mosaik sehen kann.
Nicht betreten kann man zur Zeit das römische Straßenpflaster,neben dem Museum, da dort gerade eine Baustelle ist. Schade.

Gleich um die Ecke, der Heinzelmännchenbrunnen, im Bild nur ein Stück davon.




Auf dem Altermarkt steht mein Lieblingsdenkmal des Jan von Werth, im Hintergrund sieht man einen Teil des historische Rathauses.

Der Brunnen ist für mich ein Denkmal gegen den Hochmut, denn die Magt Griet, in die sich der junge Knecht Jan verliebt hatte, und die er heiraten wollte, wollte auf einen reichen Bauern warten und lehnte seinen Antrag ab. So zog der entäuschte Jan in den Krieg, und da er nichts zu verlieren hatte, schlug er sich erbittert und machte eine Karriere beim Militär.
Als er Jahre später in stolzer Uniform und hoch zu Ross, nach Hause kam, saß da seine Griet, als alte Jungfer die sich den Unterhalt mit dem Verkauf von Obst und gebratenen Kastanien verdiente.
Es gibt ein Gedicht in Mundart, das mit dem Satz endet : Ihr Mädchen seht und merkt es Euch, schon Manchem hat es leid getan, das Lied vom Jan und Griet.
http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_von_Werth

Enge Gässchen, urige Kneipen, Straßen und Platznamen, wie Buttermarkt, Fischmarkt ... die von der Vergangenheit erzählen, gibt es in der Altstadt. Gleich am Rhein.




Den Rhein direkt im Rücken, ein Blick auf Groß St Martin, der die bunten  Stapelhäuser ganz klein wirken lässt.



Ein Stück der römischen Stadtmauer, ganz unspektakulär an der Komödienstraße. Man geht ein paar Stufen hinunter, es wird etwas ruhiger. Kaum beachtet steht sie da.


Mit je einem Besuch in der goldenen Kammer von St Ursula, und einem Besuch im Zeughaus dem Museum für Kölner Stadtgeschichte, war der Tag pickepacke voll. Die Füße rauchten, den Kopf voller Bilder und Eindrücke.

Tag 2


Zu sehen gäbe es noch Vieles.
Die erste Hälfte des Tages haben wir mit Foto Shooting einer neuen textilen Ausstattung verbracht.
Zusätzlich vorgenommen hatten wir uns das Römisch Germanische Museum.
Für Geschichts interessierte Köln Besucher ist es ein Pflichtprogramm. Besonders fasziniert hatten meinem Gast die fränkischen Waffen, mich diesmal die Schmucksammlungen der verschiedenen Volksgruppen. Allen voran die typischen gold/roten Schmuckstücke der Franken.
Wer viele unterschiedliche Öllämpchen oder die riesengroße Sammlung römischer Gläser sehen mag ist hier genau richtig. In wenigen Tagen beginnt eine Sonderausstellung mit dem Namen Medicus.

Bierfreunde sollten den Abend in einem der Traditionellen Brauhäuser ausklingen lassen. Neben Kölsch ist deftiges Essen im Angebot. Die Kellner heißen Köbes, man duzt sich, und wenn man kein Bier mehr haben mag, legt man einen Deckel oben aufs Glas. Erst dann, hört der Köbes auf, unaufgefordert immer weiter, leere Gläser gegen Volle aus zu tauschen. Kölsch ist ein Bier das frisch genossen wird. Deshalb wird es in schlanken Gläsern Namens Stange aus geschenkt. Es muss eine kleine Krone (Schaum) haben.
Jede Kölsch Brauerei hat sein eigenes Rezept und damit jede Kölsch Marke seinen eigenen Geschmack. Es lohnt also durchaus, unterschiedliche Sorte zu probieren.
Man sollte einen Tisch reservieren, möglichst schon einige Tage im Vorraus, denn die Häuser sind gut besucht.

Kommentare:

  1. Besser hätte ich das auch nicht schreiben können.......
    Es grüßt der Gast der dabei war.......

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  2. Sehr spannend, jetzt habe ich wirklich Lust gekriegt, Köln zu besuchen. Köln ist doch auch für die Fastnacht bekannt?

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    1. Hallo Charlotte,
      ja leider.
      In Köln nennt man die Fastnacht Karneval. Zu dieser Zeit ist Köln sehr voll und noch schmutziger als sonst. Köln kann man ohne diese verrückte Zeit viel besser genießen, hat Luft und Platz sich die Stadt an zu sehen. Voll ist es rund um den Dom immer und los ist ständig etwas. Möchte man urige Atmosphäre genießen, empfehle ich einen Besuch zB im Hänneschen Theater, Millowitsch Theater, (Achtung man spricht Mundart) oder eine der Stadtbesichtigungen die man buchen kann, es gibt sehr schöne Angebote zu Fuß, da im Zentrum alles nahe beeinander liegt. Auch speziell für Kinder.
      http://www.koelntourismus.de/stadtfuehrungen.html

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