Translate

Sonntag, 23. August 2015

Hildesheim Kästchen Teil 3, rote Plättchen

 Die Plättchen für das Hildesheim Kästchen sind nun rot eingefärbt.


Der Farbstoff ist Krappwurzel (Rubia tinctorum), eine Pflanze die auch in der historischen Textilfärberei eine große Rolle spielt. Da die Wurzel der Pflanze 3 Jahre Kultivierung benötigt, um den schönen Farbstoff zu entwickeln, gehört die Farbe zu den eher teuren Farbstoffen, wenn er auch lange nicht so edel ist, wie z.B. Kermes.
Erwähnt wird die Färberei von Knochen bei Theophilus Presbyter, der in seinen Schriften beschreibt, das man in Krapp gefärbte Kochenarbeiten unter die Durchbrucharbeiten, bei der Goldschmiederei verwendet hat.
Die Plättchen des Hildesheimer Kästchens zeigen Verschleißspuren, es ist heute nur noch in den tieferliegenden Rillen rot. Krapp dringt nicht in die Substanz des Knochens ein, sondern legt sich als Film um das Knochenmaterial, und reibt sich durch häufigen Gebrauch ab.
Um dem Farbmantel ein wenig Schutz  zu geben, habe ich die Plättchen mit Leinöl eingerieben. Dafür habe ich keinen Beleg.
Leinöl härtet aus, und scheint mir ein brauchbarer Schutz zu sein. Es bringt das Rot zum leuchten und gibt den Plättchen etwas Glanz, denn sie sind durch die Färbung stumpf geworden.

Zum Vorpost : http://zeitensprung.blogspot.de/2015/07/hildesheim-kastchen-2.html

1 Kommentar:

  1. Wow, das is ja krachrot geworden, genial! Jetzt kann ich mir noch besser vorstellen, wie das Endergebnis sein wird, bin gespannt!

    AntwortenLöschen

Gänzlich anonyme Kommentare werden nicht frei geschaltet, ich bitte um Verständinis.