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Montag, 22. Februar 2016

Webpelz Teil 2

Würde ich in zurück in die Vergangenheit reisen, und sich das Schleswiger Stück zu seiner Glanzzeit anschauen, wäre ich vermutlich ernüchtert. Es wird von gekonnter Hand mit viel Geschick und so manchem Kniff gearbeitet gewesen sein. Es wird eine Schönheit gehabt haben, die man dem heutigen Teerlumpen nicht mehr ansieht.Vielleicht wurden nur ausgsucht schöne Locken verarbeitet ?
Mit meinem ersten Versuch bin ich sehr zufrieden, aber ich bin mir bewusst - da sind Steigerungen möglich.

Mein Gewebe ist vorsichtig gewaschen, um das Fett und den Schmutz aus zu spülen. Obwohl ich nur mit handwarmen Wasser, etwas Seife und nur wenig Bewegung gewaschen habe, sind die Locken im Unterpelz angefilzt. Nass auf der Leine sah es zum fürchten aus.
Frisch gewaschen sieht der Yeti auch nur wie ein nasser Pudel aus.

Aber nach dem Trocknen sieht es ganz anders aus:
Im Bild immer das gleiche Stück : von der Schauseite, Rückseite (mit Webfehler) und Rückseite in der Vergrößerung












Das Haar klebt nicht mehr, es ist heller, weil das Fett und der Staub ausgewaschen ist.
Erstaunlich finde ich, das man die eingelegten Lockenauf der Rückseite so gut wie gar nicht sieht.

Das kleine Stück im Bild ist auf einen Heftstreifen aufgenäht, es wird in meine Textilmappe eingelegt, die ich in diesem Jahr auf Veranstaltungen zeigen möchte. Die Termine zu diesen Veranstaltungen sind Hier .

Durch die Bindung des Grundgewebes 2/2er Köper bleibt es relativ geschmeidig. Leinwand wäre vermutlich steifer, ebenso die Bandwebtechniken. Die Bindung ist wichtig.


Frisch gewaschen, getrocknet und zu Streifen zu geschnitten. Das Apfelmus dient als dritte und vierte Hand.