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Dienstag, 15. März 2016

Geprüfte Sicherheit in der Darstellung

Eine kleine handgewebte Decke, die ich auch für meine Kinder im Babyalter benutzt hätte:
aus kratzarmen Edelfasern, nämlich 100% Merinogarn, super gekämmt und ganz glatt, Alpaka für die rosa und hell blauen Streifen. Mit Sorgfalt von Hand vernäht...

... von Hand vernäht. Ja - hält das denn ?

In meinem Angebot habe ich immer wieder solche Minidecken, Minitaschen, Zwergenzubehör für junge wilde Menschen..
Kurz - ich kann diese Arbeiten nicht als Ware für Kinder deklarieren. Das CE Zeichen und bei dem ich selbst immer, beim Kauf besonders von Spielzeugen geachtet habe, kann ich nur schwer erfüllen, wenn ich den Standart für Historisiertes erfüllen möchte - keine Label, Handnähte und halbwegs authentisch.  Die verschärften Richtlinien für Kinder Produkte finde ich gut und nötig, Skandale gab es genügend, aber wie stehe ich da mit meiner Handarbeit in Kleinstserie ? Wie deklariert man Arbeiten, die man selbst sofort benutzen würde ?

Jeder der versucht vergange Zeiten nach zu stellen, ist sich darüber bewusst, das vieles den heutigem Sicherheits Standart nicht entspricht. Herdfeuer, Haushaltsgeräte, Werkzeuge entsprechen den jeweiligen Epochen und deren Sicherheitsgefühl.
Nun ist eine Decke, eine Decke und sie ist damals wie heute in etwa gleich gefährlich.
Eine gute Handnaht ist mindestens so gut, wie eine Maschinennaht, und viele Knöpfe von industriell gefertigten modernen Kleidungsstücken, näht man vor dem ersten tragen, besser erst einmal sorgfältig von Hand an.
Sollen die Stücke echt aussehen, müssen sie so echt wie möglich gefertigt sein. Nur dann ist das Bild stimmig.

Sobald ich Kleidung und Spielzeug in meinen Shop packe, bin ich verpflichtet ein Label mit Materialzusammensetzung und Pflegeanleitung, fest mit dem Textil zu verbinden.
Ideen hätte ich viele, Ideen die mir gut von der Hand gehen, und die mir sicherlich gern abgenommen würden. In Planung sind einige Kleinprojekte, die ich zukünftig aus den oben genannten Gründen als Dekoration deklarieren möchte.
Meine Arbeiten führe ich so gut und so sorgfältig aus, wie es mir möglich ist, und meist ordentlicher als wenn es für mich selbst ist.  Wer unsicher ist, ob und wie die Arbeiten geeignet sind, schreibt mir bitte eine PN. Fragen werden ehrlich beantwortet.

Bearbeitet am 17.03 2016

Kommentare:

  1. Ich kann die Kennzeichnungspflicht für große Unternehmen verstehen. Mein Verständnis endet aber bei kleinen Kunsthandwerkern. Eine liebevoll genähte Decke oder ein gestricktes Püppchen... Da sollten doch Eltern ihren gesunden Menschenverstand benutzen können, ohne das alles deklariert sein muss.
    Aber das ist eben Deutschland.
    Wunderschön ist die Decke trotzdem und ich würde meine Kinder jederzeit lieber darin einwickeln als in irgendwelche Massenware aus dem Handel wo ich die Herstellung absolut nicht nachvollziehen kann... Trotz Deklarierung :-(

    Lg Tanja

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    1. Hmmm - ich mag die Deklarations Pflicht, gar nicht in Frage stellen. Ich vertraue darauf, das kluge Köpfe etwas Gutes erdacht haben. Aber wir stecken mit unserem Hobby un dem Bedarf Dinge wie früher her und dar zu stellen in einer Ausname Situation. Das ist meine Schwierigkeit.

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    2. Nicht nur in unserem Hobby. Ich denke da an selbstgenähte Krabbeldecken, oder gehäkelte Tiere. Einfach liebevoll hergestellte Unikate. Eine handgenähte Walldorfpuppe? Auch da ist es schwierig eine Pflegeanleitung fest zu verbinden. Warum langt es nicht eine beizulegen? Oder beim Verkauf darauf hinzuweisen. Das ist wieder mal eine Regelung die Kleinunternehmern das Leben deutlich erschwert.

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  2. also ich finde es besser, man legt eine gute Wasch und pflegeanleitung dazu, die man gut lesen kann.. wenn ich ein fliegengitter gerade anbegaut bekam, habe ich etliche seiten in vielen sprachen...tausende wörter.. um dann irgenwo zu lesen..wie man es nutzt.. aber wie man eine schöne decke wäscht und reinigt..da gibt es nur merkwürdige symbole, die zu unseren pflegemitteln kaum passen..wer wäscht noch mit guter olivenölseife oder benutzt essig statt weichspüler oder trocknet auf der wäscheleine oder in der sauna.. also mache deine teile als deko..und lege schön gestaltete waschanleitung und den werdegang des teils dazu.. dann bist du doch auf der sicheren seite.. ich verkaufe deshalb nicht.. es ist mir einfach zu vieles weshalb ich mich strafbar machen könnte..dabei machen wir doch einfach freude.. liebe grüße wiebke

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    1. Einen Waschzettel haben alle meine Arbeiten seit Anfang an. In jeder Einzelnen steckt viel Herzblut, da möchte ich das sie lange Freude machen. Zu meinen Stoffen lege ich zusätzlich einen Zettel mit Verarbeitungs Tipps dazu.

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