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Dienstag, 26. April 2016

Herbes Wetter zur Messe

Die IRM ist vorüber.

Foto : E. Scheller

Im Saarland ist es ja immer etwas kälter, als in der Kölner Bucht, aus der ich komme, aber diesmal war das Wetter besonders herbe. Kälte, Wind, Schneeregen und Graupeln, haben die Besucher dennoch nicht abgehalten zu kommen. Herzlichen Dank.




Das Elend blieb sogar liegen.
















Ganz besonders habe ich mich über die Besuche von meinen Bloglesern gefreut !
Fast jede Woche poste ich hier und frage mich so manches Mal - wer liest das eigentlich ?
Stimmt die Mischung, interessiert das überhaupt ?
Seid also auf diesem Wege noch einmal ganz herzlich gegrüßt, danke das Sie/Ihr da wart.

Nun heißt es Kisten auspacken, verstauen, verschnaufen und dann wieder ran an die Fäden !

Donnerstag, 21. April 2016

Tücher aus Edelfasern

Eine neue Kette ist am Webstuhl, diesmal wird´s etwas für den Alltag.
Nach der vielen Arbeit nach Fund brauche ich zwischendurch mal eine Kette bei der ich mich kreativ austoben kann.
Eine Kleinserie Schultertücher "gewebte Umarmung" soll enstehen. Die Kette ist aus schwarzem Babyalpaka Garn, als Schuss habe ich einige handgesponnene Garne mit Farbverlauf aus kratzarmer Wolle vorbereitet und andere schöne Garne.

Beim gedanklichen kombinieren der Garne und deren Farben, hatte ich diesmal eine Landschaft vor Augen. Das Hainholz bei Osterode im Harz. Ein Landschaftsschutzgebiet dessen Wege man zur eigenen Sicherheit nicht verlassen sollte. In Boden sind viele, sehr tiefe Hohlräume, bei Einigen ist die Decke verstürzt und sie haben sich mit Wasser zu solchen kleinen zauberhaften Seen gefüllt.
Die Landschaft ist zu jeder Jahreszeit reizvoll, die Ruhe dort ist selten und unbeschreiblich.


Bild Scotelingo
Diese Kombination aus bläulichen Grüntönen und Schwarz stand Pate für dieses Tuch.
Das Schussgarn ist aus kratzarmer Handgesponnener Wolle mit Farbverläufen. Das Material habe ich als Kammzug (Spinnfaser, besonders vorbereitet) gefärbt, und danach versponnen. Dadurch erhält man besonders weiche Farbübergänge. Das Tuch ist locker gewebt, und hat dadurch eine ganz weichen schmeichelnden Haptik.




Bei den Farben für das nächste Tuch, hatte ich ein Kaminfeuer wie dieses vor Augen.
Auch hier Handgesponnenes Schussgarn mit Farbverlauf, aus kratzarmer Wolle.
Leider war der Posten Garn recht klein, und das Tuch ist es mit 1,20m auch geworden.



Für das Dritte Tuch, habe ich kein Foto, aber die Garne haben mich an rote Rosen erinnert. Es hat den Namen Flammendes Herz bekommen.
Die Schussgarne haben eine mir unbekannte Zusammensetzung, es hat einen tüchtigen Kunstfaseranteil, jedoch fühlt es sich glatt und schmeichelnd an, es wärmt wunderbar und hat einen feinen edlen Glanz. In unregelmäßigen Abständen ist dickeres flauschigeres Garn  eingewoben. Uni fand ich langweilig.



Die Tücher werden mich zur Messe am Wochenende begleiten, schon alleine deshalb weil sie noch versäubern muss. Sie können selbstverständlich angeschaut werden und auch eine Probeumarmung ist erlaubt.

Es ist noch schwarze Kette am Webstuhl, und noch einige schöner Garne auf Lager - genügend Material für weitere gewebte Umarmungen.

Altlantik - Silberpappel - Morgennebel ? Mal schauen.


Sonntag, 10. April 2016

Extended Tabby 2

Was lange währt, wird endlich gut.
Der Stoff ist vom Webstuhl, ist geputzt, gewaschen und getrocknet, das Wetter ist schön, also gibt es auch Fotos.

Geputzt bedeutet, das Knoten und herausstehende Fäden mit dem Muster vernäht werden. Anschließend werden sie glatt am Gewebe ab geschnitten, so das sie im Optimal Fall, nicht mehr auffallen. Die Knoten und Fäden entstehen wenn bei der Arbeit ein Faden reißt. Der Weber spricht dann vom Fadenbruch. Bei diesem Gewebe waren es sehr viele Fadenbrüche, so das ich das Gefühl habe, mit jedem einzelnen Faden auf Du und Du zu sein.

Weißer Riese war gestern, heute ist es Bunt.



Von Anfang an, war ein klein wenig mehr Kette eingeplant, so das ich an Ende noch ein wenig mit Muster, Farbe und Material spielen konnte.
Nun wo der Stoff vom Webstuhl ist, mit einem Stück Abstand zur Arbeit, finde ich den Stoff erneut ausgesprochen raffiniert. Durch die unterschiedlichen Strukturen, Richtungen und unterschiedlicher Dicke der Garne, wirkt der Stoff, als seien Bänder aufgelegt.

Hier im Bild sind die roten Streifen aus handgefärbter Seide (Lac) aus dem Hause Marled Mader.
Der Glanz und Schimmer hat sich schwer einfangen lassen.
Alle anderen Garne sind aus handgefärbter Wolle. Indigo, Reseda und Cochenille waren hier die Farbgeber.



Auch mit dem Fall des Stoffs bin ich zufrieden. Das kann ich mir sehr gut als Kleiderstoff vorstellen.

Den Stoff werde ich Samstags auf der IRM zeigen, Sonntag wird er vermutlich nicht mehr da sein, denn dann heißt es Hello Wien*. ;-)
Ein ganz kleines Stück diesen Stoffs, wird in meine Mustersammlung wandern, die mich in Dienst ständig begleitet, so das er auch später bewundert werden kann.

Für Querleser hier ist Teil 1

* Servus Wien - wir freuen uns auf Bilder des fertigen Projekts.

Donnerstag, 7. April 2016

Kleinkram

Mein aktueller Streifenstoff wächst Dezimeterweise bis gar nicht, denn zwischendurch hat mich ein Infekt lahm gelegt. Die Farbigen Streifen müssen kraftvoll angeschlagen werden, und an Kraft fehlte es.
Ganz unproduktiv war ich dennoch nicht, es sind einige kleine Stücke fertig geworden, so wie diese kleinen Taschen, die sich noch auf der Kette der Huldremose Schal versteckt hatten:


Die Taschen sind nach freien Entwurf gemacht, und werden jeweils durch geflochtene Bändchen die an 2 Knochenringen gebunden werden, verschlossen. Als Schultergurt dienen einfache Kammbänder aus Wolle, die ebenfalls aus meiner Werkstatt stammen.

Wer es schlichter mag, eine ganz einfache Tasche in Naturfarben ist ebenfalls neu:


Sie sind bereits in meinen Shop . Ich bin dann zurück am Webstuhl und lasse den nächsten Dezimeter wachsen.