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Sonntag, 10. April 2016

Extended Tabby 2

Was lange währt, wird endlich gut.
Der Stoff ist vom Webstuhl, ist geputzt, gewaschen und getrocknet, das Wetter ist schön, also gibt es auch Fotos.

Geputzt bedeutet, das Knoten und herausstehende Fäden mit dem Muster vernäht werden. Anschließend werden sie glatt am Gewebe ab geschnitten, so das sie im Optimal Fall, nicht mehr auffallen. Die Knoten und Fäden entstehen wenn bei der Arbeit ein Faden reißt. Der Weber spricht dann vom Fadenbruch. Bei diesem Gewebe waren es sehr viele Fadenbrüche, so das ich das Gefühl habe, mit jedem einzelnen Faden auf Du und Du zu sein.

Weißer Riese war gestern, heute ist es Bunt.



Von Anfang an, war ein klein wenig mehr Kette eingeplant, so das ich an Ende noch ein wenig mit Muster, Farbe und Material spielen konnte.
Nun wo der Stoff vom Webstuhl ist, mit einem Stück Abstand zur Arbeit, finde ich den Stoff erneut ausgesprochen raffiniert. Durch die unterschiedlichen Strukturen, Richtungen und unterschiedlicher Dicke der Garne, wirkt der Stoff, als seien Bänder aufgelegt.

Hier im Bild sind die roten Streifen aus handgefärbter Seide (Lac) aus dem Hause Marled Mader.
Der Glanz und Schimmer hat sich schwer einfangen lassen.
Alle anderen Garne sind aus handgefärbter Wolle. Indigo, Reseda und Cochenille waren hier die Farbgeber.



Auch mit dem Fall des Stoffs bin ich zufrieden. Das kann ich mir sehr gut als Kleiderstoff vorstellen.

Den Stoff werde ich Samstags auf der IRM zeigen, Sonntag wird er vermutlich nicht mehr da sein, denn dann heißt es Hello Wien*. ;-)
Ein ganz kleines Stück diesen Stoffs, wird in meine Mustersammlung wandern, die mich in Dienst ständig begleitet, so das er auch später bewundert werden kann.

Für Querleser hier ist Teil 1

* Servus Wien - wir freuen uns auf Bilder des fertigen Projekts.

1 Kommentar:

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