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Montag, 31. Oktober 2016

Schwarznuss, Juglans nigra

Die Schwarznussbaum ist ein imposanter Baum, er wird noch größer als der Walnussbaum, weshalb er oft nur in großen Parks zu finden ist. Seine Früchte sind so groß wie kleine Orangen und auch so geformt. Ihre grüne Schutzhülle ist sehr dick und hat hohe Farbkraft. Die eigentliche Nussschale lässt sich nur mit allergrößten Aufwand knacken und der Nusskern hat einen leicht ranzigen Nussgeschmack mit einem Abgang von Rum.

die Nuss, so wie sie vom Baum fällt

Um einen Färbesud zu erhalten, kann man die ganze Frucht in den Topf werfen. Es lässt sich kalt oder heiß färben, eine Vorbeize ist nicht erforderlich. Ist die Flotte schön satt, erhält man im ersten (heißen) Durchgang ein sattes Mokkabraun. Die zweite und alle weiteren Flotten sehen einer Walnussfärbung zum verwechseln ähnlich. Kein Wunder, das Farbpigment ist bei beiden Arten identisch.
Das schönere Ergebnis erhält man beim färben mit Hitze. 
Ist die Flotte ausgelaugt kann man die bereits abgekochten Nüsse wieder in die Flotte werfen und ein zweites aber auch drittes Mal auskochen.
Es lohnt die Flotte zu filtern, um Fleckenbildung zu reduzieren.

die von der grünen Schale befreite Nuss
Grüne Schalen bereit zum färben

der Nusskern

Flotte und Färbegut

 Die Brauntöne lassen sich wunderbar kombinieren :
erster und zweiter Zug in Kombination mit Naturschwarz und Blau


1 Kommentar:

  1. Tolle Färbung... Schade das es hier keinen solchen Baum gibt. Hätte ich gerne mal ausprobiert.

    LG

    Tanja

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