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Dienstag, 22. November 2016

Handtücher

Aus der Kategorie Luxus für Leute die schon alles haben, könnten diese handgewebten Reisehandtücher sein.
Sie sind etwas dicker als Geschirrhandtücher, so groß das man die wichtigsten Körperstellen blickdicht verpacken kann, das man sich drauf legen kann, dünn genug um sie klein zusammen zu rollen, sie sind relativ fix trocken, und komplett abtrocknen kann man sich damit auch. Ideal für Wanderungen, oder andere Aktivitäten mit kleinem Gepäck.
Das Material ist Baumwolle, zum Teil auch Leinen. Hier ein Stück aus einer Kleinserie. In den nächsten Tagen werde ich sie in meinen Shop bei Dawanda packen.
Die Idee ist von Wilde Webe  in Kiel und mit deren freundlicher Erlaubnis ich darf ich sie nutzen.




Passend zum großen Tuch gibt es noch 2 kleine Tücher mit Schnur als Aufhänger

Sonntag, 13. November 2016

Lindenbast

Beim Spaziergang im Wald ums Eck, habe ich eine junge gefällte Linde entdeckt. Die Rinde hing schon auf Streifen, und die Bastschicht war wunderbar ab zu schälen.



Lindenbast - da war doch was ?

Lindenbast ist ein ganz alter Werkstoff. Schon in der Steinzeit wurden einfache Gewebe daraus gefertigt. Verwendung fanden sie als Behältnisse, Schuhwerk, aber auch Wetterschutz, indem man zusätzliche Gräser einflocht.
Gelesen habe ich das hier, bei Anne Reichert :
Textiles Material in der Steinzeit

Ein schönes Video wie der Bast gewonnen wird, gibt es ganz ohne Worte hier :
http://webtv.vikingeskibsmuseet.dk/?poditemid=33530&tagsid=&soegeord=
(herzlichen Dank an Idunn fürs finden und teilen)

Und noch ein Fang aus dem Netz von
http://derstandard.at/2000047254792/Auf-Biegen-und-Brechen-Ein-Bastseil-aus-Hallstatt-im-Haertetest

Also erst mal ab ins Wasser mit meiner Beute, jetzt im Winter,da darf das in einer verträumten Garten Ecke vor sich hin arbeiten. Daraus sollen kleine Fühlproben werden, die meine Textilmappe bereichern sollen. In meiner Textilmappe zeige ich eine kleine Auswahl an handgewebten Stoffen quer durch die Epochen, die auch angefasst werden können.

Donnerstag, 3. November 2016

Einfacher Mantel

Als Grundlage für dieses kleine Projekt dient ein Fehlkauf. Ein 1m x 1,40m großes Stück Stoff, dicht gewebt, gewalkt und leicht aufgerauht."Was mache ich da jetzt mit?" meinte ein Freund.

Das ursprünglich weiße Tuch ist in Schwarznussschalen mittels Heißfärbung eingefärbt. Geplant haben wir einen kleinen Mantel.
Mäntel dieser Machart finden über einige Epochen in Buchmalereien und Figürlichen Darstellungen, oft in Zusammenhang mit körperlichen Einsatz. Sie sind Ärmellos, benötigen ein Minimum an Stoff, und bieten erstaunlich viel Bewegungsfreiheit. Ein idealer Allwetterschutz, der schnell über geworfen ist.

Der Schnitt ist sehr einfach, die Bahn Stoff wird doppelt geschlagen und hinten am Rücken zusammen genäht. Die Kopföffnung wird als Halbkreis ausgeschnitten, die Kapuze ist ebenfalls ein Stück, das in die Kopföffnung eingenäht wird.




















Zugegeben, ein klein wenig größer hätte der Mantel ausfallen dürfen.

Vielen Dank an Banky*,Rübi* und meinem Mann fürs Modell stehen und Bilder machen.
(*auf Wunsch mit Spitznamen genannt)