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Dienstag, 3. Oktober 2017

Die Römische Grabkammer in Köln Weiden

Die Römische-Grabkammer in Köln-Weiden ist selten zugänglich. Aber am Tag des offenen Denkmals gab es ausnahmsweise Führungen. Da die Kammer recht klein ist, ist die zulässige Menschenmenge die gleichzeitig die Kammer betreten darf, auf 15 Personen begrenzt. Das hat Feuerschutz technische Gründe, aber es würden auch nicht wirklich mehr Leute in die Kammer hinein passen, ohne etwas zu beschädigen.
Obwohl ich gebürtiger Kölnerin bin, hatte ich es noch nie in die Kammer geschafft.
Eine sehr schöne Führung durch Herr Prof. E. Deschler-Erb, informierte nicht nur über die eigentliche Grabkammer, die Fundsituation im neunzehnten Jahrhundert, sondern auch über den Schutzbau der nach der Grabung errichtet wurden und der mittlerweile selbst ein Baudenkmal ist.


Die Kammer selbst war beinahe gemütlich, wenn man sich vorstellt, wie es dort gewesen sein muss, als sie noch von den Angehörigen der Bestatteten genutzt wurde. Mit den Ahnen zu speisen, sich ihnen nahe zu fühlen, stelle ich mir tröstlich vor. In der Kammer selbst wurden Urnen beigesetzt, der Sarkophag muss früher oberirdisch aufgestellt gewesen sein, und ist im Laufe der Zeit durch die Decke der Kammer, ins Innere gestürzt. Die Kammer wurde im 2. und 3. Jahrhundert genutzt. Erst wurde Urnen bestattet, im späten 3. Jh. ging man dann zur Körperbestattung über (Christentum). Die spätesten Funde waren geschliffene Gläser aus Köln, die aus der ersten Hälfte des 4. Jh. stammen. Die Kammer wurde also von einer Familie mindestens 200 Jahre lang genutzt.

Es gibt einen Förderverein, der sich darum bemüht die Grabkammer öfters zugänglich zu machen. So das man das Grab regelmässig und öfter als einmal im Jahr besuchen kann.
www.roemergrab.de 

Herzlichen Dank an Julia Becker für die Ergänzungen.