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Meine Darstellung - die Frau des Beinschnitzers 1150

Im Mittelalter war Knochen ein Werkstoff um die verschiedesten Dinge her zu stellen. Er ist hart, langlebig, gut verfügbar und in polierten Zustand fast so schön wie Elfenbein.
Viele bis heute erhaltene Stücke werden Kölner Werkstätten zugeschrieben: da wären eine Vielzahl von Reliquienkästen, aber auch div. Klappspiegelchen, sowie ein Schmuckkästchen, das heute in London verwahrt wird.




 
Auf diese Stücke habe ich meine Darstellung auf gebaut.
Zu Werkzeugen die es um 1150 auch schon gegeben haben könnte, trage ich Kleidung dieser Epoche, um damit ein Bild zu vermitteln, wie es in so einer Werkstatt aus gesehen haben könnte. Ein Marktstand der nach alten Abbildungen gestaltet ist, macht die Werkstatt mobil.







Alternativ zur Gattin des Knochenschnitzers stelle ich die Frau des Würfelmachers um 1150 und 1250 dar.






















 Wie kam es dazu und :

Warum ausgerechnet Knochen ?

Gute Frage.
Die fertigen Werkstücke sind so schön.

Auf einem meiner ersten Fortentreffs saß ich neben einem sympathischen Herren, der so einige Werkzeuge und Gerätschaften vor sich liegen hatte. Neugierig schaute ich mir die Sachen an, und hatte dabei einen Pfriem oder Dorn in der Hand. Das Ding war glatt und kühl und schwer. Wie Marmor.
Auf meine Frage was das ist, habe ich die Antwort "Knochen" bekommen und das gute Stück fast fallen gelassen. Das war der Moment, wo ich das Gefühl Ekel, noch einmal überarbeitet und neu definiert habe.
Ein gut bearbeiteter Knochen, schön glatt und blank poliert, riecht nicht, und fühlt sich einfach nur schön an.
Er steht in meinem Augen außer in Größe der Werkstücke, an Schönheit dem Elfenbein in nichts nach.  Mit dem Unterschied, das Knochen ein Abfallprodukt sind. Kein Tier muß der Knochen wegen, sein Leben lassen, anders als bei Elfenbein oder Pelz.

Hat man mal einen Knochen bearbeitet, weiß man woher der Ausdruck "Knochenarbeit" kommt.
Es ist mühselig und hart. Es dauert.
Ist das Stück jedoch fertig erinnert nichts mehr, an den Abfall eines Eintopfes.

Oder ?

Ein Paar moderne Ohrstecker, aus dem Knochen eines Stücks Suppenfleischs von mir gefertigt.

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